Die Geschichte

der

Feuwerwehr

seit 1924

Um die Jahreswende 1923/24 ließ der amtierende Gemeindevorsteher Schild einen Laufzettel von Haus zu Haus gehen und forderte darin die Männer der Gemeinden Jacobi- und Mariendrebber auf, sich am 14, Mai 1924 in der Gastwirtschaft Schröder zwecks Gründung einer freiwilligen Feuerwehr einzufinden. Dieser Aufforderung folgten 50 Männer.

Das erste Kommando der Wehr setzte sich aus Gustav Schröder sen. (Hauptmann), Fritz Risch (Stellvertreter), Heinrich Stratmann sen. (Zugführer), Ludwig Friemann (Stellvertreter), Hermann Pauley (Schriftführer) und Heinrich Ridder (Rechnungsführer) zusammen. Am 23. November des gleichen Jahres wurde in Mariendrebber eine eigene Wehr gegründet.

Übungsdienst auf dem Hofe Kirchhoff
Der Alarm wurde in jener Zeit durch Signalhörner und Läuten der Kirchenglocken ausgelöst. Die erste Handdruckspritze wurde 1925 angeschafft und im Gerätehaus unter der Friedenseiche am Denkmal untergestellt. Als im Sommer 1927 das Wohnhaus des Fr. Schumacher infolge Blitzschlags niederbrannte, hatte die Handdruckspritze ihren ersten Einsatz. Die Wehr fuhr mit der von Pferden gezogenen Spritze zur Hunte. Beim Ausspannen der Pferde rollte die Spritze rückwärts ins Wasser. Der damals stärkste Mann des Dorfes, August Heidemann, zog daraufhin die Spritze allein aus der Hunte.
1929 richtete die Wehr Jacobidrebber das große Feuerwehrverbandsfest aus. Es fand in Felstehausen statt, wo auch die eigene Feuerwehrkapelle auftrat. Am 30. September 1930 wurde die erste Motorspritze auf einem Hänger angeschafft. Sie wurde von einem PKW, Marke Dixi, gezogen. Mit diesem bespannten Fahrzeug wurden schon einige Einsätze in Nachbarschaftshilfe gefahren.
Feuerwehrkapelle Drebber um 1930

Als während des Krieges 1939/45 viele Kameraden eingezogen waren, verpflichtete man ältere Bürger zum Löschwesen. Nach dem Kriege durfte - laut Bestimmung der Militärregierung - nur eine Wehr mit höchstens 15 Männern aufgestellt werden. Diesen Auftrag übernahm Brandmeister Heinrich Gröne. 1951 wurde das Feuerwehrgerätehaus (mit Gemeindeverwaltungs-räumen) erbaut, wozu die Moor- und Forstinteressenschaft einen Zuschuß gab. Da die Wehr zu dieser Zeit über kein ziehendes Fahrzeug verfügte, erklärte sich der damalige Leiter der Brauerei-Niederlage Haake-Beck, Karl Barnebold, bereit, mit seinem LKW die Feuerwehrgeräte zu fahren. Das erste Feuerwehrfahrzeug LF 8, ein Opel-Blitz, wurde 1955 angeschafft. Dieses Fahrzeug wurde 19 Jahre lang benutzt.

Vor der Gemeindereform wurde vom Gemeinderat Jacobidrebber der Kauf eines neuen Löschfahrzeuges LF 8 - schwer - beschlossen. Dieses Fahrzeug wurde anläßlich des 50-jährigen Bestehens der freiwilligen Feuerwehr am 25. Mai 1974 bei der Jubiläumsfeier übergeben. Gleichzeitig fanden die Kreisfeuerwehrwettkämpfe in Jacobidrebber statt. Im gleichen Jahr wurde - fast völlig in Eigenleistung - für das neue Fahrzeug auch ein neues Gerätehaus gebaut. Das alte Haus dient seitdem der Unterbringung der Bereitschaftsfahrzeuge.

Die Wehr wurde seit ihrem Bestehen von folgenden Brandmeistern geführt: Gustav Schröder sen. (1924-38), Hermann Pauley (1938-42), Fritz Risch (1942-44), Heinrich Gröne sen. (1944-47), Hermann Kenneweg (1947-56), Gustav Schröder (1956-72), Heinrich Stratmann (1972 -1986), Theo Koop-Meyer (1986-1990), Hartmut Meyer (1990-2002), Wilhelm Rodenbeck (2002-2011) ,Reimund Alsdorf (2011-Heute)

Text entnommen aus "Chronik der Gemeinde Drebber" (1979).

Mit freudlicher Genemigung der Gemeinde Drebber / Samtgemeinde Barnstorf