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Die digitale Alarmierung kommt...

Alarmierung der Feuerwehr

Im Gegensatz zu Großstädten, die eine Berufsfeuerwehr haben gibt es in jedem größeren Ort eine Freiwillige Feuerwehr. Die kann ich nicht einfach anrufen, weil deren Mitglieder ganz normalen Berufen nachgehen, oder aber Hausfrauen und Eltern sind. Wird die Feuerwehr benötigt, ruft man die 112 an und die Leitstelle alarmiert dann die zuständige Feuerwehr.

Schon sehr früh erwies sich die Sirene als effektive Art zu alarmieren. Seit dem Nationalsozialismus überall als Warngerät vorhanden konnten damit die Feuerwehrkameraden zuverlässig alarmiert werden. Nachteil war allerdings das auch bei kleinen Bränden alle verfügbaren Kameraden alles stehen und liegen ließen und zum damaligen Spritzenhaus eilten. Da zu der Zeit die Aufgaben der Feuerwehr überwiegend die Brandbekämpfung war hielten sich die Alarmierungen in Grenzen so dass man da schnell drüber hinwegsah.

Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Aufgaben Spektrum auch der Freiwilligen Feuerwehr, es entstanden Spezialeinheiten innerhalb der einzelnen Feuerwehren, etwa zur Gefahrenabwehr, Wasserrettung oder Gefahrgutbeseitigung. Das Problem der Alarmierung war nun, dass man mit der Sirene nicht gezielter alarmieren konnte. Brauchte man nur 3 Kameraden um etwas das Tanklöschfahrzeug (TLF) zu besetzten kamen beim Sirenenalarm alle die es hörten. Das war mittlerweile nicht nur wirtschaftlich ein Problem (Arbeitsausfall, Produktionsausfall, Lohnkosten), sondern auch ein Teil der Bevölkerung fühlte sich durch die Sirene gestört. Besonders wenn wegen „Kleinigkeiten“ in der Nacht die Sirene ging und sie um ihre Nachtruhe gebracht wurden. Man versuchte nun zum „stillen Alarm“ überzugehen in dem Funkmeldeempfänger, sogenannte „Pieper“, angeschafft und eingesetzt wurden. Bei einem damaligen Stückpreis von ca. 800,-DM eine enorme Anschaffung für eine kleine Feuerwehr, so das nur wenige angeschafft wurden um bei kleineren Einsätzen nur eine Fahrzeugbesatzung zu alarmieren. Bei größeren Einsätzen heulten immer noch die Sirenen.
Die Welt wird immer moderner und sicherer, so werden die Fenster der Gebäude immer schallisolierter, die Musik in den Autos immer lauter und selbst Traktoren fahren mit schallisolierter, vollklimatisierter Kabine über die Felder. Nur die Sirene ist noch die alte, und wird am Tage kaum noch wahrgenommen. Es werden immer mehr „Pieper“ benötigt, die werden auch immer moderner. So können pro Melder bestimmte „Schleifen“ alarmiert werden, um eine bestimmte Anzahl an Kameraden zu erreichen, oder „Schleifen“ mit Spezialisten. Bei der Alarmierung werden mittlerweile auch über Funk die Art des Einsatzes und der Ort mitgeteilt. Dies freut nicht nur die Kameraden der Feuerwehr, sondern auch die vielen illegalen Mithörer, mit ihren Scannern, die man dann freudig am Einsatzort antrifft, teilweise schon vor der Feuerwehr.
Um bei Einsätzen jetzt noch effektiver alarmieren zu können, und es auch vor unbefugten Zugriff zu schützen wird nun auch die Alarmierung der Feuerwehr auf Digital umgestellt. In Zukunft wird zwar immer noch analog alarmiert (70 cm / 2 Meter Band), aber alle Daten, wie die einzelnen Schleifen (RIC), oder der Einsatztext werden digital übersandt, und dann auf dem Display des Melders angezeigt. So können Moderne Digitale-Meldeempfänger mit bis zu 256 schleifen belegt werden, die auch unterschiedliche Warntöne abgeben können so dass bei der Alarmierung schon abgestuft werden kann wie „wichtig“ der Einsatz ist.
Sollte ein zufällig anwesender Feuerwehrkamerad einen Fehlalarm am Einsatzort zurückmelden, kann dies auch sofort über den Pieper signalisiert werden, so dass die Kameraden, die sich auf dem Weg zum Gerätehaus befinden ihre „Einsatzfahrt“ abbrechen können. Auch sind die Kosten für die Digitalen- Meldeempfänger deutlich günstiger und durch die Möglichkeiten gezielter alarmieren zu können auch Arbeitnehmer/ Arbeitgeber freundlicher. Ziel wird es auch sein die Sirene, ein Relikt aus der Zeit des Krieges/Kalten Krieges endgültig verschwinden zu lassen.

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